Wir legen Wert auf Sicherheit. Deswegen wird die Unterstützung für den Internet Explorer nicht mehr durch unsere Website bereitgestellt. Bitte verwenden Sie einen anderen Browser, zum Beispiel Google Chrome, Firefox oder Edge
Selfcare Der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden im Alltag
Im stressigen Alltag zwischen Beruf, Familie und sozialen Verpflichtungen bleibt das Thema Selfcare (Selbstfürsorge) oft auf der Strecke – dabei ist sie entscheidend für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
Selfcare (auch Self Care, Selbstfürsorge, Selbstliebe) wird oft missverstanden als ein kurzes Schaumbad am Abend, ein gelegentlicher Spa-Besuch oder eine Auszeit mit Freunden. Dabei geht es um viel mehr: Selfcare bedeutet, dass Sie bewusst auf sich selbst achten und für Ihr Wohlbefinden sorgen – indem Sie Ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und erfüllen.
Klinkt nach Egoismus? Nicht unbedingt: Nur wenn Sie mit sich selbst achtsam umgehen, können Sie langfristig auch für andere da sein. Wie im Flugzeug gilt: Erst die eigene Sauerstoffmaske aufsetzen, dann anderen helfen. Diese Haltung ermöglicht es auch, authentisch zu leben.
Selfcare ist die Grundlage für ein gesundes Leben. Sie hilft, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren. Menschen, die regelmäßig Selbstfürsorge praktizieren, berichten über eine höhere Lebensqualität und weniger gesundheitliche Probleme.
Selfcare mit professioneller Unterstützung
Stärken Sie Ihre Selbstfürsorge mit den Gesundheitskursen der mhplus Krankenkasse zu Stressmanagement, Entspannung, Bewegung und Ernährung.
Selbstfürsorge kann auf fünf verschiedene Ebenen stattfinden. Die Ebenen decken alle Aspekte des menschlichen Daseins ab. Jede Ebene verdient Aufmerksamkeit, um das körperliche und seelische Gleichgewicht zu fördern.
Körperliche Ebene
Der Körper bildet die Grundlage für Gesundheit und Energie. Regelmäßige Bewegung – mindestens eine halbe Stunde – aktiviert den Stoffwechsel und sorgt für Ausgeglichenheit. Ausreichender Schlaf fördert die Regeneration und stärkt das Immunsystem. Eine ausgewogene Ernährung liefert wichtige Nährstoffe für die täglichen Anforderungen des Lebens.
Emotionale Ebene
Auf der mentalen Ebene geht es darum, Gefühle bewusst wahrzunehmen und angemessen auszudrücken. Wer emotionale Belastungen erkennt, kann konstruktiv mit belastenden Gefühlen umgehen und positive Emotionen zulassen. Tagebuchschreiben oder kreative Tätigkeiten helfen dabei, emotionale Belastungen zu erkennen.
Mentale Ebene
Auf der mentalen Ebene hilft es, Gedankenmuster zu beobachten und positives Denken zu fördern. Achtsamkeitsübungen reduzieren Grübeleien und beruhigen den Geist. Wer klare Prioritäten setzt, schafft sich Freiräume und verringert das Gefühl der Überforderung im Alltag.
Soziale Ebene
Als soziale Wesen brauchen Menschen Verbundenheit und Zugehörigkeit. Soziale Selbstfürsorge bedeutet, Freundschaften zu pflegen und gesunde Grenzen zu setzen. Zeit mit Menschen zu verbringen, die Ihnen Energie geben statt nehmen, trägt wesentlich zum Wohlbefinden bei.
Spirituelle Ebene
Die spirituelle Ebene der Selbstfürsorge hilft Ihnen, innere Ruhe und einen tieferen Lebenssinn zu finden – ob durch Meditation, bewusste Zeit in der Natur oder persönliche Glaubenspraktiken, die Ihnen Kraft geben. Regelmäßige Momente der Ruhe und Besinnung fördern die Ausgeglichenheit.
Wie kann ich Selfcare umsetzen?
Selfcare lässt sich in verschiedenen Lebensbereichen umsetzen:
Im Berufsleben
die Arbeit besser strukturieren und Pausen einplanen
Arbeit und Freizeit klar voneinander trennen
Erholungszeiten als notwendigen Teil der Arbeit begreifen
in sozialen Berufen: nach belastenden Situationen kurz durchatmen
Im Privatleben
Beziehungen pflegen, die auf Gegenseitigkeit beruhen
bei gesundheitlichen Einschränkungen die eigenen Kräfte gut einteilen
eigene Werte als Kompass für Entscheidungen nutzen
In der Familie
durch eigene Selbstfürsorge ein Vorbild sein
Rituale einführen, die allen guttun
die Bedürfnisse aller Familienmitglieder gleich wichtig nehmen
Auszeiten als etwas verstehen, das die Familie stärkt
Bedürfnisse erkennen
Die Basis von Self Care liegt darin, achtsam zu sein und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen:
körperliche Signale wie Müdigkeit oder Anspannung ernst nehmen
Gefühle wahrnehmen, bevor sie übermächtig werden
den inneren Dialog wahrnehmen und hinterfragen
die eigenen Grenzen kennen und respektieren
Praktische Selbstfürsorge-Übungen
Diese kurzen Einheiten passen in jeden noch so vollen Tag:
Körperscan im Stehen: Von den Füßen bis zum Kopf – wo spüren Sie Verspannungen?
Sinnespause: Ein Gegenstand – wie fühlt er sich an, wie riecht er, wie sieht er aus?
Dankbarkeitsblitz: Nennen Sie drei Dinge, für die Sie gerade dankbar sind.
Für kleine Auszeiten im Tagesablauf:
Morgenroutine: Dehnübungen, ein Glas warmes Wasser, drei tiefe Atemzüge am offenen Fenster
Mittagspause: kurzer Spaziergang ohne Handy, bewusstes Essen ohne Ablenkung
Abendritual: elektronische Geräte weglegen, Tagesrückblick mit drei positiven Momenten
Schlafvorbereitung: beruhigende Düfte, Visualisierung eines ruhigen Ortes
Für eine tiefe Integration in den Lebensstil:
Monatliche Überprüfung: Machen Sie einen persönlichen Selfcare-Check – was tut gut, was fehlt?
Selfcare-Paten finden: Tauschen Sie sich regelmäßig mit einer Vertrauensperson über Ihre Selbstfürsorge aus.
Wohlfühlliste anlegen: Sammeln Sie Aktivitäten, die Ihnen guttun – für verschiedene Stimmungen und Situationen.
Nein-Sagen üben: Beginnen Sie mit kleinen Anliegen und steigern Sie sich langsam.
Fazit: Der erste Schritt zählt
Selfcare ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für ein gesundes und erfülltes Leben. Sie ist ein lebenslanger Prozess, der immer wieder neue Facetten entfaltet. Entscheidend ist, überhaupt damit zu beginnen – mit kleinen, achtsamen Momenten im Alltag.
Jeder Schritt in Richtung bewusste Selbstfürsorge ist wertvoll und zahlt sich mehrfach aus – durch mehr Energie, bessere Gesundheit und tiefere Zufriedenheit. Beginnen Sie noch heute mit einer kleinen Übung und bauen Sie Ihre persönliche Selfcare-Praxis Schritt für Schritt aus.
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.